SEO Domain Name ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg jeder Website. Der richtige Domainname kann nicht nur das Ranking in Suchmaschinen beeinflussen, sondern auch das Vertrauen der Nutzer stärken und die Markenwahrnehmung verbessern. Die Wahl des passenden Domainnamens ist somit eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen, die Sie treffen müssen, wenn Sie eine neue Website erstellen. In diesem Artikel erfahren Sie 12 wertvolle Tipps, wie Sie den optimalen Domainnamen finden und dabei gleichzeitig die wichtigsten SEO-Aspekte berücksichtigen.
Welche Rolle spielt der Domainname für die Suchmaschinenoptimierung?
Die Wahl des richtigen Domainnamens ist entscheidend für den SEO-Erfolg der Website.
In den frühen Tagen der Suchmaschinenoptimierung spielte der Domainname eine entscheidende Rolle für das Ranking einer Website auf Google und in anderen Suchmaschinen. Damals konnte man mit einer Domain, die das Hauptkeyword enthielt, relativ leicht hohe Rankings erzielen. Dies führte jedoch dazu, dass viele Websites mit minderwertigem Inhalt gute Rankings erhielten, da sie lediglich eine Keyword-Domain benötigten, um in den Suchergebnissen oben zu erscheinen. Mittlerweile misst Google dem Domainnamen weniger Gewicht bei als früher. Dennoch ist er weiterhin ein wichtiger Faktor für den SEO-Erfolg einer Website, da der Domainname die Klickrate in den Suchergebnissen, das Vertrauen der Nutzer in eine Website und die Markenbildung beeinflussen kann. Die Wahl eines geeigneten Domainnamens sollte daher gut überlegt sein.
Wenn Sie eine neue Website aufsetzen oder einen neuen Blog starten möchten, Ihr Unternehmen eine neue, spezifische Kundengruppe ansprechen will oder ein neues Produkt herausbringt, ist eine der wichtigsten Fragen, die man sich am Anfang stellt: Unter welcher Domain soll die gesamte Website laufen? In diesem Artikel finden Sie 12 hilfreiche Tipps, die Ihnen bei der Auswahl einer neuen Domain helfen, Ihr SEO-Ranking nicht gleich zu gefährden und den ersten Baustein der Suchmaschinenoptimierung zu legen.
Brainstormen Sie die TOP 5 relevanten Keywords
Der erste Schritt sollte sein, sich fünf Keywords zu überlegen, mit denen das Produkt, die Dienstleistung oder Ihr Unternehmen von den Nutzern gesucht werden könnte. Starten Sie mit fünf Suchbegriffen und versuchen Sie, sie dann zu verbinden oder Synonyme zu finden. Diese ersten Varianten bilden die Basis für Ihre Domain-Überlegungen. Anschließend können Sie zusätzliche Präfixe hinzufügen und die Liste weiter erweitern.
Pro-Tipp für den SEO Domain Name
Wenn Sie über eine Lizenz für ein SEO-Tool wie Semrush, Ahrefs, Ubersuggest oder Ähnliches verfügen, können Sie die Keywords direkt in das Tool eingeben, um das Suchvolumen zu verstehen. Das hilft Ihnen dabei, besser beurteilen zu können, welche Keywords häufiger gesucht werden.
Wenn Sie keine Lizenz haben, können Sie einen Testaccount erstellen. Dieser wird für diese Aufgabe ausreichen.
Einzigartigkeit schützt Ihre SEO-Strategie
Wenn Ihre Website mit einer anderen Website verwechselt wird, können Sie sicher sein, dass nicht nur Ihre SEO, sondern auch Ihre gesamte Marketing-Strategie ins Chaos führt. Der Domainname sollte daher einzigartig sein, um Verwechslungen mit anderen Websites zu vermeiden.
Vermeiden Sie Pluralformen, Bindestriche oder falsch geschriebene Versionen bereits bestehender Domains. Einzigartige Domainnamen verbessern die Markenwahrnehmung bei den Nutzern und verhindern potenzielle SEO-Probleme. Vermeiden Sie Verwechslungen mit Domains, die einen ähnlichen Namen haben.
Wählen Sie eine .com-Domain, wenn möglich
Wenn der Großteil Ihrer Nutzer über Type-In Traffic auf Ihre Website gelangen soll und Ihnen Branding und Bekanntheit egal sind, können Sie diesen Punkt überspringen. Planen Sie jedoch einen langfristig erfolgreichen Webauftritt, sollten Sie unbedingt prüfen, ob die Domain Ihrer Wahl auch als .com bzw. .net (oder eine andere gTLD) verfügbar ist.
Selbst wenn Sie Ihren Content auf ihre-website.at oder ihre-website.de hosten werden, ist es ratsam, auch die ihre-website.com Domain zu kaufen und den Traffic von dort mit einer 301-Weiterleitung umzuleiten.
Zusätzlich sollten Sie alle weiteren Varianten Ihrer Domain sichern, um es anderen zu erschweren, Ihre Marke oder Ihren Webauftritt auszunutzen.
Wählen Sie einen Domainnamen, der mühelos eingegeben werden kann
Wenn Sie in den Domainnamen Ihrer Website schwer zu merkende oder sinnlose Wörter sowie Ausdrücke einbauen, die von Ihrer Zielgruppe selten oder kaum verwendet werden, verlieren Sie potenziellen Traffic. Das Gleiche gilt für Wortkombinationen, die schwer zu tippen sind.
Pro-Tipp von Usability-Experten
Usability-Experten empfehlen, Buchstaben wie Q, Z, X, C und P zu vermeiden. Ebenso gilt dies für Umlaute wie Ö, Ä und Ü, die in einer Domain zu oe, ae und ue umgewandelt werden müssen. Wenn es möglich ist und Sie Ihre Domain-SEO von Anfang an nicht gefährden möchten, sollten Sie solche Buchstaben in Ihrer Domain meiden.
Ihre Domain soll leicht zu merken sein
Word-of-Mouth-Marketing setzt voraus, dass die Inhalte leicht merkbar und einprägsam sind. Das bedeutet, dass Ihr Domainname im Idealfall auch kurz sein sollte, um das Merken und die Weitergabe an Bekannte, Freunde und Kollegen zu erleichtern. Wenn Sie sich hingegen für einen extrem langen Domainnamen wie meine-neue-website-domain-fuer-das-projekt.com entscheiden, machen Sie sich das Leben unnötig schwer und erschweren die Weiterempfehlung.
Halten Sie den Domainnamen kurz
Ihre Domain sollte so kurz wie möglich sein — dadurch wird sie leichter zu tippen und zu merken. Ein kurzer Domainname hat zudem den Vorteil, dass mehr von der URL auf der SERP-Seite angezeigt wird. Folglich können Sie in der URL mehr Keywords und wertvolle Informationen für die Nutzer unterbringen.
Außerdem sind kürzere Domainnamen einfacher auf Offline-Kommunikationsmitteln wie Visitenkarten oder Flyern zu platzieren.
Schaffen und erfüllen Sie Erwartungen mit Ihrem Domainnamen
Wenn jemand Ihren SEO-Domainnamen zum ersten Mal liest, sollte er sofort erkennen können, worum es auf Ihrer Website geht. Das ist einer der Hauptgründe, warum Domains wie diepresse.at oder autoscout.at so leicht zu merken und zu finden sind — sie vermitteln den Nutzern sofort, worum es auf diesen Websites geht und was sie hinter der Domain erwartet.
Im Gegensatz dazu sind Domains wie amazon.com, besonders in der Anfangsphase einer Website, schwieriger zu merken, da es sich um Markennamen handelt. Solange sich diese Markennamen nicht herumgesprochen und etabliert haben, sind zusätzliche Branding-Bemühungen erforderlich.
Vermeiden Sie Markenrechtsverletzungen
Dieser Fehler passiert zwar nicht oft, aber wenn er auftritt, kann er alle bisherigen Bemühungen und die vielen Stunden, die in den Aufbau der Website investiert wurden, sehr schnell zunichtemachen. Besonders wenn sich eine Markenrechtsverletzung in einer späten Phase der Website-Entwicklung bemerkbar macht, kann es viel Geld kosten und im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Website verboten wird und auf eine andere Domain umziehen muss.
Daher sollten Sie unbedingt prüfen, ob der Domainname gegen Markenrechte im jeweiligen Land oder auch weltweit verstößt.
Ich rate dringend davon ab, bewusst eine Domain zu erwerben, die einen Markennamen enthält. Das ist eine Form von Cybersquatting, die als Domain-Squatting bekannt ist.
Schaffen Sie eine Marke mit der Domain
Nutzen Sie Ihre Domain als Branding-Möglichkeit. Ein gut gewählter Name verleiht Ihrer Website Identität und erhöht den Wiedererkennungswert. Es ist wichtig, einen Balanceakt zwischen einer beschreibenden Domain (siehe Tipp 7) und einer einprägsamen Marke zu schaffen.
Hier sind ein paar Beispiele für Domains, die sowohl beschreibend als auch markenorientiert sind und den Spagat zwischen Klarheit und Wiedererkennungswert schaffen:
- booking.com — beschreibt genau, worum es auf der Website geht (Buchungen), und ist gleichzeitig eine einprägsame Marke.
- tripadvisor.com — dieser Domainname kombiniert die Begriffe „Trip“ und „Advisor“, was den Zweck der Seite beschreibt und als Marke gut funktioniert.
- autoscout24.de — beschreibt, dass es um Autos geht, und ist gleichzeitig eine starke Marke.
Vermeiden Sie Zahlen und Bindestriche im Domainnamen
Sie sollten im SEO Domain Name Zahlen und Bindestriche so gut wie möglich vermeiden, da sie es schwieriger machen, die Website zu kommunizieren und sich zu merken. Noch problematischer wird es, wenn römische Zahlen verwendet oder Zahlen ausgeschrieben werden. All diese Elemente können zu Verwirrung und falscher Eingabe der Domain durch Nutzer führen — was am Ende wertvollen Traffic kostet.
Folgen Sie nicht den Domain-Trends
Website-Domains, die auf Tippfehlern basieren oder sich allgemeine Superlative wie „beste“ oder „top“ zunutze machen, sind nicht immer die beste Wahl.
Bei der Wahl der Domain sollte man dieselbe Logik wie bei Unternehmensnamen anwenden, die mit „AAA“ beginnen — nur, dass man dadurch nicht automatisch an erster Stelle landet wie im Telefonbuch. Solche Tricks, wie sie von 1A-Installateuren bekannt sind, sind im Bereich Domain-Name-SEO eher unbrauchbar.
Verwenden Sie ein Domain-Tool
Ein Domain-Registrar wie zum Beispiel easyname.at oder godaddy.com ist ein wertvolles und kostenfreies Tool, das es Ihnen erlaubt zu prüfen, ob ein Domainname noch verfügbar ist.
Wenn Sie eine Domain gefunden haben, müssen Sie sie nicht unbedingt über das Tool kaufen. Sie können die Domain über einen beliebigen Anbieter Ihrer Wahl erwerben, den Sie auch für Ihre anderen Websites nutzen.
Tipp zum Kauf der Domain
Wenn Sie Ihre Website mit einem Baukasten wie Wix erstellen, der verschiedene Pakete anbietet, kann es sein, dass in einem der Pakete bereits eine Domain enthalten ist. Ich würde jedoch davon abraten, die Domain über solche Dienste zu kaufen. Spätestens, wenn Sie den Anbieter wechseln möchten, wird es wesentlich einfacher sein, wenn die Domain nicht dort erworben wurde.
Nutzen Sie diese 12 Tipps, um den Grundstein für ein starkes SEO-Ranking zu legen und Ihre Website durch eine gut geplante Domain-Name-SEO langfristig erfolgreich zu positionieren.
Häufige Fragen zum SEO Domain Name
Was ist Type-In Traffic?
Type-In Traffic bezeichnet den Website-Traffic, der entsteht, wenn Nutzer eine Webadresse direkt in die Adressleiste ihres Browsers eingeben, anstatt über Suchmaschinen oder externe Links auf die Website zu gelangen. Diese Art von Traffic basiert oft darauf, dass der Domainname leicht zu merken ist oder durch Branding und Bekanntheit der Website direkt eingegeben wird.
Was tun, wenn die gewünschte Domain bereits jemand anderem gehört?
Wenn der Domainname, den Sie unbedingt haben wollen, bereits jemand anderem gehört, können Sie versuchen, die Domain von dieser Person zu erwerben. Dies kann besonders bei ungenutzten Domains, also solchen, hinter denen keine aktive Website steht, etwas günstiger sein als bei Domains, die bereits mit einer Website verbunden sind. Dennoch sollten Sie sich bewusst sein, dass der Kauf populärer Keyword-Domains ein teures Unterfangen sein kann.
Es gibt jedoch auch Domain-Marktplätze, auf denen Sie bereits registrierte Domains kaufen können. Zudem bieten diese Anbieter die Möglichkeit, Sie zu benachrichtigen, wenn eine Domain frei wird.
Was ist eine Domain?
Eine Domain ist die eindeutige Adresse einer Website im Internet, unter der sie erreichbar ist. Sie besteht aus einem Namen, wie zum Beispiel „meinewebsite“, und einer Endung, wie „.com“ oder „.de“. Die Domain dient als leicht merkbare, menschenfreundliche Alternative zur IP-Adresse einer Website, die aus einer Zahlenfolge besteht. Jede Domain wird bei einem Registrar registriert und ist einzigartig, sodass keine zwei Websites die gleiche Domain haben können.
Die Domain sollte nicht mit der URL verwechselt werden, da sie lediglich einen Teil der gesamten URL bildet.
Eine Domain besteht aus den folgenden Elementen: der Top-Level-Domain (TLD), dem Domainnamen und der Subdomain:
- Top-Level-Domain (TLD): Die TLD, auch als Domainendung bekannt, kann entweder länderspezifisch (ccTLD, wie .de, .at) oder generisch (gTLD, wie .com, .net, .info) sein. Zusätzlich gibt es mittlerweile sogenannte neue TLDs (nTLDs) wie .berlin oder .photography, die eine noch präzisere geografische oder thematische Zuordnung von Webseiten ermöglichen.
- Domainname: Der Domainname ist der individuelle Teil der Webadresse, beispielsweise der Firmenname. Dieser kann relativ frei gewählt werden und stellt das einzigartige Element der Domain dar. Es sind keine Sonderzeichen erlaubt, abgesehen von Bindestrichen, die jedoch weder am Anfang noch am Ende der Domain stehen dürfen.
- Subdomain: Subdomains dienen dazu, bestimmte Bereiche einer Webseite zu kennzeichnen, die von der Hauptseite abgetrennt sein sollen, wie zum Beispiel „mobil“ oder „blog“. Die am häufigsten verwendete Subdomain ist „www“ (für World Wide Web), die jedoch heutzutage oft weggelassen werden kann.